How Aftermarket Parts Distributors Do More With Less Warehouse Space | FORTNA

FORTNA Edge Podcast

Leistung freisetzen:<br>Wie sich das Ersatzteil-Geschäft skalieren lässt

In diesem FORTNA Edge Podcast wird untersucht, wie führende Unternehmen Komplexität direkt angehen – mit effizienter Logistikplanung und skalierbaren Systemen, die eine schnelle und flexible Auftragsabwicklung ermöglichen, ohne dass die Logistikfläche erweitert wird.

Diesen Podcast anhören und erfahren:

  • warum führende Logistikanlagen und Logistiksysteme nicht unbedingt größer gebaut werden, sondern intelligenter
  • wie ein nationaler Einzelhändler ein Netzwerk von 23 Distributionszentren in weniger als 24 Monaten vereinheitlichte
  • mit welchen praktischen Strategien Automatisierung und manuelle Tätigkeiten ausbalanciert werden können, damit höhere Produktivität erzielt wird
  • wie Echtzeit-Transparenz und miteinander vernetzte Systeme Flexibilität und Leistungsfähigkeit auf neue Level heben

Die Potenziale der bestehenden Logistikfläche erschließen – mit der richtigen operativen Strategie.

Das Tagesgeschäft skalieren - mit FORTNA

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Transkript

0:00
Willkommen zum FORTNA Edge Podcast.

0:05
Sam: Hi. Ich bin Sam, Solutions Engineer, spezialisiert im Bereich Optimierung der Distribution.

0:09
Erin: Ich bin Erin, Senior Consultant für Logistikautomatisierung, Software und Robotik. Heute tauchen wir ein in die wachsende Komplexität von Logistik und Distribution. Der Fokus liegt dabei auf Ersatzteilen.

0:20
Sam: Begleiten Sie uns, wenn wir führenden Unternehmen über die Schulter schauen, wie sie ihre Prozesse modernisieren, ihre Kapazität erweitern und die Produktivität steigern – für eine schnelle, flexible Auftragsabwicklung.

0:32
Erin: Beginnen wir mit dem großen Ganzen. Die Ersatzteile-Industrie entwickelt sich in rasender Geschwindigkeit weiter. Distributionszentren sollen Tausende SKUs vorhalten – von winzigen Komponenten bis zu sperrigen Großteilen – prallel wachsen Produktlinien ständig weiter und verändern sich. Wenn der Platz begrenzt ist, aber der Bedarf an Lagerkapazität weiter steigt, wird es schwierig, mitzuhalten.

0:54
Sam: Hinzu kommt: Immobilien werden nicht günstiger. Eine Erweiterung ist nicht immer möglich. Das bedeutet, dass Ihre Performance davon abhängt, wie intelligent Sie die Fläche nutzen, die Sie bereits haben.

1:05
Erin: Genau an diesem Punkt trifft Strategie auf Planung. Die intelligentesten Anlagen und Systeme werden nicht unbedingt größer gebaut – sie werden smarter gebaut. Aus Ihrer Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Supply-Chain-Verantwortlichen: Welches sind die häufigsten Bedenken in Verbindung mit der Modernisierung der Intralogistik?

1:18
Sam: Viele Unternehmen haben die Notwendigkeit, sich weiterzuentwickeln, längst erkannt, aber der Weg dorthin wirkt überwältigend – weil prozessimmanent so viel berücksichtigt werden muss und aufgrund der zahlreichen Technologieoptionen. Supply-Chain-Verantwortlliche kämpfen oft damit, den Startpunkt herauszufinden, wenn sie keine klare Roadmap oder erfahrene Begleitung haben. Man bleibt leicht in einer „Analyse-Blockade“ hängen, verpasst Fortschritt und verliert Optimierungs-, Effizienz- und Wachstumschancen.

Ein weiteres Thema: das sich verändernde Geschäftsumfeld. Es gab einen drastischen Anstieg der Onlineverkäufe im Ersatzteile-Segment. Wie auch in anderen Branchen finden Konsumenten es bequemer, Teile online zu suchen, zu vergleichen und zu kaufen – mit Bewertungen und Preisen direkt vor Augen. Dieser Wandel zwingt Distributionszentren dazu, ihre Prozesse zu anzupassen, um die besonderen Herausforderungen der E-Commerce-Abwicklung zu meistern – zusätzlich zu den Standard-Workflows. E-Commerce versetzt die Kunden in die Lage, das Kommando zu übernehmen und erhöht den Druck hinsichtlich schnellen, präzisen Lieferungen und reibungslosen Retourenprozessen.

2:24
Erin: Genau. Diese steigenden Kundenerwartungen üben enormen Druck auf die Abläufe aus: höhere Kommissioniergeschwindigkeit, kürzere Durchlaufzeiten, gleichzeitig präzise Ergebnisse. Und wenn man diese Prozesse optimiert, ist es entscheidend, das richtige Gleichgewicht zu finden zwischen automatisierten Abläufen und manuellen Tätigkeiten. Durch eine Mischung aus beidem optimieren Sie letztlich Personalkosten und -verfügbarkeit, verbessern die Genauigkeit und steigern die Produktivität – bei gleichzeitiger Verbesserung der Arbeitssicherheit.

2:48
Sam: Bei vielen Unternehmen wird das Thema Automatisierung nicht angegangen, bevor Silodenken abgeschafft wird – und das schadet ihnen. Sie verbessern die Bereiche Kommissionierung oder Verpackung, berücksichtigen aber nicht die Auswirkungen auf die Prozesse in Wareneingang oder Versand. Genau hier zahlt sich eine ganzheitliche Planung aus. Wenn Technologien richtig in die Bestandslogistik integriert werden und zusammen mit den Bereichen Lagerung, Kommissionierung, Nachschub und Versand ein performantes Gesamtsystem bilden, können Sie den Durchsatz in Echtzeit überwachen, messen und steuern. Schauen wir uns ein reales Beispiel an: Ein großer nationaler Ersatzteile-Händler kaufte einen namhaften Wettbewerber – eine massive Chance und eine noch größere Herausforderung. Zwei Unternehmen, zwei Distributionsphilosophien. Das eine konzentrierte sich auf tägliche Nachschubprozesse und Einpositions-Kommissionierung. Das andere arbeitete mit wöchentlichem Bulk-Nachschub und Case Picking. Jetzt mussten beide Modelle zusammengeführt werden – und zwar schnell.

3:26
Erin: Was würden Sie sagen – worin lagen anfangs einige der größten Herausforderungen?

3:40
Sam: Erstens nutzten sie in ihren Netzwerken unterschiedliche Systeme und Strategien – was viele Ineffizienzen und Hürden erzeugte. Zweitens waren sie stark durch die begrenzte Fläche eingeschränkt, denn tägliche Nachschubprozesse für alle Stores waren so nicht möglich. Drittens: eine mehr als sportliche Deadline. Die gesamte Integration musste in unter 24 Monaten abgeschlossen sein.

4:02
Erin: Ja, das ist ein enger Zeitrahmen. Wie sind Sie letztlich vorgegangen?

4:06
Sam: Der Händler arbeitete mit FORTNA zusammen, weil er einen Systemintegrator brauchte, der Strategie, Design und Umsetzung parallel managen konnte. Das FORTNA-Team begann damit, alle Stakeholder an einen Tisch zu bringen, um sich auf ein gemeinsames Ziel auszurichten: Optimierung von Bestand, Fläche und Transport – bei gleichzeitiger Einhaltung der hohen Servicelevels. Die finale Planung war mutig: Bau von vier neuen Distributionszentren, Verlagerung eines Standorts, Modernisierung von zwei bestehenden Standorten und Konsolidierung von zwei weiteren DCs, alles innerhalb von 24 Monaten. Um den Zeitplan einzuhalten, mussten Planung und Montage im laufenden Betrieb stattfinden. In einem Gebäudeteil wurden bereits Artikel eingelagert, während in einem anderen Anlagen und Systeme installiert wurden. Jeder Standort benötigte eine eigene Planung, basierend auf Artikelmix, Artikelvolumen und Gebäudemaßen. Um die Beschaffung zu vereinfachen, wurde sämtliche Fördertechnik über einen Mastervertrag gekauft – das brachte Konsistenz und skalierbare Effekte.

5:09
Erin: Und die Retrofits?

5:10
Sam: Das Netzwerk-Integrationsprojekt lief, und die Anlagen wurden parallel weiter betrieben – sodass alles termingerecht und unter Einhaltung des Budgets abgeschlossen wurde. Das Ergebnis war ein einheitliches Netzwerk mit 23 Filialen, über 3800 Stores und mehr als 120.000 Artikel. Kein Kunde erlebte disruptive Zwischenfälle bei der Auftragsabwicklung. Täglicher Nachschub wurde zum Standard, und das Servicelevel verbesserte sich drastisch.

5:37
Erin: Das ist operative Exzellenz in Aktion – präzise Planung, parallele Ausführung und ein unerschütterlicher Fokus auf den Kunden im Retail.

5:46
Sam: Es passiert schnell, dass man sich in der Technologie verliert – aber eines muss immer klar sein: Hinter jedem erfolgreichen Wandel stehen (immer noch) Menschen.

5:53
Erin: Automatisierung funktioniert am besten, wenn sie Produktivität erhöht, repetitive Belastung reduziert, Sicherheit verbessert und Teams dabei unterstützt, sich auf Qualität zu konzentrieren. Wenn die Mitarbeitenden sehen, wie groß ihr Einfluss auf die Prozesse in Echtzeit ist, steigt ihre Motivation.

6:06
Sam: Genau das war der Fall in diesem Beispiel. Mit Live-Dashboards war die Produktivität nachverfolgbar, das Team konnte sehen, wie gut es performte. Die Dashboards hatten einen automatischen Feedback-Mechanismus – waren Ansporn für Verbesserung und Motivation und dafür, das Tempo zu halten. Wenn Sie heute ein Distribution-Center für Ersatzteile leiten, sind drei Fragen entscheidend:

Erstens: Wissen Sie um Ihre Bottlenecks und deren Auswirkungen? Es ist wichtig, aktuelle Prozesse und ihre Grenzen zu analysieren, um eine umsetzbare Roadmap zu entwickeln.

Zweitens: Können Ihre Systeme miteinander kommunizieren? Nicht vernetzte Technologie gehört zu den größten Hürden der Supply-Chain-Agilität. Wenn WMS, WES, WCS und andere Plattformen nicht miteinander sprechen, verlangsamen sich Prozesse, Transparenz geht verloren und Teams greifen auf manuelle Behelfslösungen zurück. Im Hinblick auf sämtliche Anlagen und Systeme neutral zu bleiben, gibt Flexibilität und Skalierbarkeit.

Drittens: Planen Sie für das aktuelle Auftragsvolumen – oder für das zukünftige? Die Unternehmen mit der leistungsfähigsten Distribution planen Skalierbarkeit von Tag eins an. Viele denken, mehr Fläche sei die Lösung – aber es gibt zahlreiche flexible Lösungen für höheren Durchsatz und mehr Lagerkapazität, ohne dabei die Fläche zu vergrößern.

7:36
Erin: Und der richtige Partner ist entscheidend. Die Komplexität in der Distribution von Ersatzteilen nimmt nicht ab. Daher brauchen Sie einen Partner mit Expertise, der die für Sie am besten geeignete Technologie auswählt und implementiert – abgestimmt auf die Größe und Wachstumsziele Ihrer Loistik.

7:52
Sam: Wenn sich eine Kernbotschaft aus dieser Diskussion ableiten lässt: Optimierung ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Mindset.

8:00
Erin: Die erfolgreichsten Distributionen in der Ersatzteile-Branche haben Modernisierung als kontinuierlichen Prozess verinnerlicht. Sie messen, passen an und optimieren – bei jeder neuen Nachfrage, jedem neuen Artikel und jeder Veränderung von Kundenerwartungen.

8:13
Sam: Die Zukunft gehört denen, die intelligent skalieren – Expertise, Daten und Technologie kombinieren und so flexibel bleiben, egal was kommt. Das erfolgreichste Tagesgeschäft ist nicht nur heute effizient, sondern ist auch darauf ausgelegt, sich zukünftig weiterzuentwickeln.

8:29
Erin: Wenn diese Unterhaltung zu neuen Ideen geführt hat, hören Sie hier nicht auf. Sie haben gehört, wie einem Unternehmen die Integration eines gesamten Netzwerks gelungen ist. Jetzt folgt eine Video-Case-Study, in der ein anderes Unternehmen seine verfügbare Fläche komplett neu dachte. Das Ergebnis ist eine rund 63.175 Quadratmeter große Logistikanlage, die hinsichtlich Geschwindigkeit, Genauigkeit und Skalierung sehr leistungsfähig ist. Verdreifachter Durchsatz, deutlich höhere Effizienz und eine Auftragsabwicklung, die sich in Stunden statt in Zahlen ermitteln lässt - Sie werden sehen.

8:53
Sam: Das gibt einen echten Eindruck davon, was moderne Distribution sein kann – Automatisierung, Daten und Innovation in optimaler Zusammenarbeit. Wir sehen uns beim nächsten Mal, wenn es wieder darum geht, zu erkunden, wie sich mehr Artikel präziser, reibungsloser und mit größerer Anpassungsfähigkeit bewegen.

Published/Updated 11/10/25